Ausführung:
Suchen Sie sich die
entsprechenden Lederstücke aus und bügeln
Sie sie von links mit Einstellung Wolle bis Baumwolle. Die linke Seite
ist bei glattem Leder (Nappa) immer die rauhe Seite, bei Velour sind
oft beide Seiten rauh. Sie erkennen die linke Seite an der
unregelmäßigen Einfärbung und am gröberen Strich.
Fertigen Sie sich anhand der Zeichnung einen Papierschnitt. Jetzt legen
Sie den Schnitt hochkant und legen das 1. Lederstück über den
Schnitt. Achten Sie darauf, daß das Leder an allen Stellen gleich
dick ist und lassen Sie mindestens 2 cm Übertritt an allen Seiten.
Fixieren Sie bei Bedarf das Leder mit etwas Kleber auf dem Schnitt.
Jetzt nehmen Sie das nächste Lederstück und schneiden nur die
späteren Nahtkanten mit einer guten Schere zurecht. Drehen Sie das
Leder um und bestreichen Sie nur die Schnittkanten
gleichmäßig, aber nicht zuviel mit
Klebstoff. Legen Sie
dieses Teil im Anschluß an das vorherige
vorsichtig auf und klopfen Sie es mit dem Handballen etwas fest.
Der untere Teil des 1. Stückes ist jetzt teilweise verdeckt durch
das 2. Stück. Genauso verfahren Sie mit den folgenden
Lederstücken.
Achten Sie auch beim
letzten Stück darauf, daß der Schnitt
gut abgedeckt wird. Vergleichen Sie dazu die Beispiel-Zeichnungen.
Jetzt drehen Sie die
ganze Arbeit um und zeichnen von links mit einem
weichen Filzstift und Lineal die Schnittkonturen plus Nahtzugabe (1 cm)
auf. Den Papierschnitt vorsichtig abnehmen, ausschneiden und die groben
Überhänge von links abschneiden bis an die Klebenaht. Jetzt
mit der Nähmaschine einen ca. 3 mm breiten Zickzackstich
einstellen.
Länge des Stichs
ähnlich, wie wenn Sie eine Stoffkante
versäubern. Verwenden Sie einen 120er Synthetikfaden, der farblich
auf das Leder abgestimmt ist, einen Teflonfuß und eine normale
dünne Nadel. Machen Sie vorab auf einem Lederstück eine
Testnaht, ob die Fadenspannung und die Stichlänge gut aussieht.
Nähen Sie jetzt alle Nähte im Zickzackstich. Bei Nähten,
die im Teil aufhören, 2 Stiche rückwärts sichern. (siehe
Skizze)
Das Teil umdrehen und
von links jetzt noch übriggebliebene
Überhänge sauber zurückschneiden.
So verfahren Sie mit
allen Teilen.
Das Zwischenteil der
Länge nach rechts auf rechts legen und den
Bruch von links knapp im Geradstich absteppen.
Dann dieses Teil rechts
auf rechts liegend am Vorder- und
Rückenteil festkleben und absteppen. Die Nahtzugaben am Ende des
Zwischenteils an den Kanten nach innen umkleben. Die
Verschlußleisten mit der aufbügelbaren Einlage versteifen
und rechts auf rechts auf die oberen Taschenleisten kleben und
absteppen. (Nur die obere und die 2 schmalen Seiten) Die Blenden
wenden, die Ecken knapp abschneiden und mit einem spitzen Werkzeug
vorsichtig nach außen drücken. Die Belege innen festkleben –
die Innenseiten der Verschlußbelege decken die Nahtzugaben ab.
Futterteile
zusammensteppen. Futter entlang der
Verschlußleistennaht und dem Zwischen-teil unter die Nahtzugaben
kleben. Nahtzugaben Leder über das Futter kleben. Das Zwischenteil
an den Schmalseiten zusammenlegen (Falte) und absteppen. Jetzt alle
Außenkanten schmal mit einem 80er Synthetikfaden absteppen. Ca.
1.5 cm vor den Ecken aufhören und sichern. Die
Verschlußblende absteppen und die Knöpfe markieren und lt.
Packungsanweisung befestigen. Achten Sie bei den unteren Knopfteilen
darauf, daß die Richtung stimmt. Wenn Sie möchten,
können Sie die Tasche mit einem Imprägnierspray
behandeln, das
schützt vor Schmutz und Wasserflecken.
|